PAINTED BLACK

Helmut Müller
07. November 2017 bis 20. Januar 2018

„Wenn ich male, tauche ich ein in eine andere Welt. Dann bin ich ein anderer Mensch. Ich bin frei, ungezwungen und muss mich nicht an Regeln halten, die wie Fesseln wirken können.“

 Zu diesen Regeln zählt besonders in der Bildenden Kunst die Symbolik der Farben, die in der westlichen Tradition allgemein verständlich scheint. Richten wir uns nach dieser Konvention ist die Farbe Schwarz, die im Fokus der Ausstellung „PAINTED BLACK“ steht, Sinnbild für das Negative, für Trauer, Einsamkeit und Bedrohung.

Die Werke Helmut Müllers orientieren sich jedoch nicht an dem Verdruss oder an der Tristesse, die die Farbe Schwarz assoziieren mag. Seine künstlerische Ideologie – „Nichts ist in Ruhe, alles fließt, alles ist in Schwingung.“ – denkt unumstößlich neben den negativen Aspekten des Lebens auch immer das darauffolgende Positive mit.

In unvertrauter Manier markiert die Dunkelheit bei Müller also einen Wendepunkt, löst sich von der „Schwarzmalerei“  und bereitet den Weg für etwas Neues.

Schwarz als Farbe der Auferstehung – zwar nicht Teil der westlichen, dafür aber der ägyptischen Kultur. Als Rezipienten sollten wir nicht immer dem ersten Eindruck folgen, sondern uns fragen ob nicht mehr bzw. etwas für uns Unbekanntes dahinter steht.